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60er Jahre

Der junge Mike Hailwood ™ zeigt strahlend eine der vielen 1960 eroberten Trophäen.

Eine in Betrieb befindliche Drehmaschine des Werks aus den frühen 60er Jahren.

Bruno Spaggiari im Einsatz auf der 250 Desmo Einzylindermaschine bei der „Mototemporada romagnola“ von 1968 auf der Rennstrecke von Cesenatico.

Spaggiari 1970 beim Rennen in Imola mit einer 450 Desmo.

 
 
Beginn der Desmo-Ära
Die Krise des italienischen Motorradmarkts kennzeichnete fast die gesamten 1960er Jahre und führte zu einem Absatzverlust, von dem auch Ducati betroffen war. Das Aufkommen von Kleinwagen, angeführt vom Fiat 500, war der Hauptgrund für diesen Einbruch. Hinzu kam der Rückzug vom Wettkampfgeschehen historischer italienischer Motorradmarken wie: Gilera, Moto Guzzi und Mondial im Jahr 1957.

Die damalige staatliche Verwaltung entschied deshalb, die Unkosten für die Führung des Werks in Borgo Panigale drastisch zu senken. Hiervon betroffen waren die Wettkampfwelt genauso wie die Produktion der Straßenmodelle. Ducati verfiel in eine Art „Winterschlaf" aus dem das Unternehmen erst in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wieder richtig erwachte.

In dieser Zeit wurde für den Auslandsmarkt vorgesehenen Entwürfen, die dann erst zu einem späteren Zeitpunkt für den italienischen und den Weltmarkt umgebaut wurden, der Vorrang gegeben. 1962 entstand die Scrambler 250 für den amerikanischen Markt, die sich später zur generationsbezogenen Ikone entwickeln sollte, was insbesondere für den italienischen Markt zutrifft. Darüber hinaus wurde in den frühen 1960er Jahren einer der anspruchsvollsten und gleichzeitig und glücklichsten Entwürfe entwickelt - die Apollo, in der erstmals der 90°-V-Motor verbaut wurde.

1964 wurde die Baureihe der bisher vermarkteten Einzylindermaschinen unter anderem durch ein 250er Modell für die Diana, Monza Aurea und später G.P. ergänzt. Ganze 150 km/h erreichte dieses Motorrad, eine für die damalige Zeit überragende Geschwindigkeit. Dieses Modell war bis zur Markteinführung der bekannten „Scrambler", die in den Hubraumgrößen 250, 350 und 450 cm³ angeboten wurde, der direkte Vorfahre aller Ducati-Einzylinder-Maschinen.

1967 beschloss Ducati, seine Triebwerke zu revolutionieren und führte das Desmo-System ein, das bis dato nur für Rennmotorräder benutzt wurde. Somit wurden zwei neue Hubraumgrößen - 350 und 450 cm³ - auf den Markt gebracht, die auch in der ersten Hälfte der 1970er Jahren noch vorrangig Anwendung angewendet wurden.

Im Wettkampfbereich entwickelte Ducati, die offiziell nicht mit einem Team antreten konnte, die Mach 250, die die 150-km/h-Schwelle überschritt und damit die Herzen der Sportgemeinde eroberte.
1968 beeindruckte Ducati erneut durch die fantastischen Leistungen (über 170 km/h) der "450 Mark 3 D", der ersten serienmäßigen Ducati mit desmodromischer Ventilsteuerung.

1969 begannen die italienischen Unternehmen, nicht zuletzt durch das Aufkommen der ersten japanischen Maximotorräder auf dem italienischen und europäischen Markt motiviert, ihre Modelle und Unternehmensstrukturen zu aktualisieren. In jenem Jahr vergrößerte Ducati das Werk in Borgo Panigale und entwickelte neue Produktionsbereiche sowie einen neuen Forschungsbereich, in dem ab 1971 die ersten Zweizylindermaschinen für die Straße und Rennstrecke gebaut wurden - die 500 GP und 750 GT.


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