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90er Jahre

Das neue Ducati-Zeitalter
1990 führte die Teilnahme von Ducati in der Superbike-Meisterschaft nach nur zwei Jahren zur Erlangung des ersten Titels mit der Ducati 851, dem ersten Zweizylindermotorrad mit einem 4-Ventilmotor mit Desmo-System. Der französische Rennfahrer Raymond Roche erzielte in diesem Jahr den ersten Fahrertitel für das Unternehmen aus Bologna. Dies war der Startschuss für den schwindelerregenden Erfolg von Ducati bei der Meisterschaft für von der Serienproduktion abgeleitete Motorräder. In jenen Jahren holte Ducati mit der 851, 888, 916 und 996 eine beeindruckende Anzahl an Titeln mit Piloten, die allesamt im Verlauf der Superbike-Geschichte zu Legenden werden sollten. Allem voran ist hier Carl Fogarty zu nennen, aber auch Doug Polen, Troy Corser und Giancarlo Falappa spielten eine entscheidende Rolle.

Was die Produktion von Straßenmotorrädern anbelangt, schrieb Ducati eine der schönsten und intensivsten Seiten seiner Geschichte. Auf der Grundlage der in der Wettkampfwelt erworbenen Erfahrungen erwiesen sich die 851 und 888 die ersten Superbike-Straßenmaschinen, die der motorradbegeisterten Öffentlichkeit zur Verfügung standen. 1993 kam die Monster auf den Markt, die bis heute als größter Verkaufserfolg des in Borgo Panigale ansässigen Unternehmens gilt und der 1994 die 916 folgte, ein Motorrad, das die Geschichte der Straßenmotorräder der 1990er Jahre neu geschrieben hat und bis heute als eins der schönsten je designten Motorräder gilt. Die ebenso exotische wie attraktive Supermono war schließlich das erste Geschöpf von Claudio Domenicali und ein Spitzenelement der neuen Designer-Generation bei Ducati.

Dennoch konnten die bei Superbike-Meisterschaften erzielten Erfolge und der große Zuspruch für Straßenmotorräder von Ducati eine neue Krise nicht verhindern. Ausgelöst wurde sie durch eine nicht immer gut abgestimmte Firmenleitung innerhalb der Caviga-Gruppe, die schließlich im September 1996 dazu gezwungen war, das Ducati an den amerikanischen Investmentfond Texas Pacific Group abzugeben. Die neue Leitung nahm grundlegende Veränderungen in den Bereichen der Verwaltung, der kaufmännischen Abteilung und des Marketings vor, dank der sich Ducati zu einer der stärksten Marken auf dem Motorradpanorama entwickelte.

Die Lancierung der ST-Familie verhalf Ducati zusätzlich das Marktsegment der Sport Touring zu erobern.

Gemeinsam mit dem alteingesessenen Ingenieur-Team, das nach wie vor für die Produktentwicklung zuständig war, gelang es dem neuen Management das Ruder herumzureißen und Profite einzufahren. Quartal für Quartal wurden neue Verkaufsrekorde erzielt. Der Erfolgsgarant jener Jahre war die Monster Dark; das von 1998 bis 1999 meist verkaufte Motorrad Italiens.

Im ursprünglichen Unternehmen spielte ab sofort der Unterhaltungswert eine immer wichtigere Rolle. Ducati bot jetzt nicht nur eine breite Expertise im Motorradbau, sondern zielte jetzt vorrangig auf technologische Spitzenqualität ab. Die Interessen griffen zunehmend auf die Bereiche Rennen, Tradition, Zubehör sowie Bekleidung über. Das erste World Ducati Weekend unterstrich dieses neue Bewusstsein der Ducati-Gemeinde. Ganze 10000 Ducatisti aus aller Welt trafen in Misano ein.

Die Turn-Around-Ära erreichte am 24. März 1999 mit dem Börsengang der Ducati Motor Holding in New York und Mailand ihren Höhepunkt.

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