Interview IDM-Superbike-Pilot Dario Giuseppetti

 
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27. Juni 2011
 
 

Gleich zwei Mal siegte Dario Giuseppetti mit seiner Ducati 1098 R am Sonntag (19. Juni) auf dem Sachsenring in Lauf 7 und 8 der IDM Superbike. 25.000 Zuschauer waren Zeuge eines unglaublichen Triumphs. Schon am Samstag holte sich der Berliner die Pole Position. Und das, obwohl er nach seinem schweren Sturz von Oschersleben – Sturz per Highsider, Konkurrent Stefan Nebel fuhr ihm über die Knie – immer noch angeschlagen war und unter Schmerzen litt.

Ducati Motor Deutschland: Dario, Du hast schon zum jetzigen, frühen Zeitpunkt der Saison fast alle Höhen und Tiefen einer Rennsaison durchlebt. Pole und zwei zweite Plätze während des Auftakts am Lausitzring, dann schwerer Sturz in Oschersleben, verletzungsbedingt punktelos am Nürburgring und jetzt am Sachsenring sensationeller Doppelsieg.Wie hast du es geschafft, Dich nach der Verletzung in so kurzer Zeit wieder zu erholen und zu motivieren, sodass es sogar wieder für Siege reicht?

Dario Giuseppetti: Das war wirklich ein hartes Stück Arbeit. Ich habe sehr viel im Fitnessstudio trainiert, viel mit meiner Physiotherapeutin gearbeitet. Es galt schnell Muskeln aufbauen, denn das Ganze ist immer noch instabil und schmerzhaft. Schließlich sind Meniskus und die Innenbänder verletzt. Ich werde am Ende der Saison nicht um eine Operation herum kommen. Mental hat mich das natürlich auch gewurmt. Im Nachhinein hätte ich auf die Rennen am Nürburgring verzichen sollen. Aber letztendlich hat mir das alles nur noch mehr Kraft gegeben.


DMD: Du fährst ja als einziger in der IDM ein Ducati Superbike. Was bedeutet das für dich?

Dario: Das macht mich vor allem stolz! Durch meine italienischen Wurzeln gibt es da natürlich eine emotionale Bindung. Und es ist eine große Herausforderung.

DMD: Obwohl die Ducati 1098 R mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist, ist sie gegenüber den modernen und sehr starken Mitbewerbern immer noch mehr als konkurrenzfähig - wie Du, die Piloten des Superstock 1000 Cup Davide Giugliano und Danilo Petrucci sowie Carlos Checa in der Superbike-WM ständig mit Siegen beweisen. Woran liegt das?

Dario: Die 1098 R und generell die 1198 sind ja reinrassige Rennmotorräder. Die sind für die Rennstrecke gebaut und mit keinem anderen Motorrad zu vergleichen. Die gute Basis und die Erfahrungen aus den letzten Jahren macht die Ducati eben so stark. Und Teamchef Denis Hertrampf und die Mechaniker haben sich auch sehr stark mit der Weiterentwicklung beschäftigt. Mit der Ducati lässt sich so viel anfangen, das passt einfach. Ich find das Motorrad super!

DMD: Du bist noch einer der wenigen Spitzenpiloten in der IDM, die neben dem Rennsport einer geregelten Arbeit nachgehen? Hast Du schon Pläne, die über diese Saison hinausgehen? Wirst Du komplett ins Profilager wechseln?

Dario: Das ist zum jetzigen Zeitpunkt schwierig zu sagen. Natürlich möchte ich WM fahren. Ich werde demnächst dazu mal ein paar Gespräche führen. Mal schauen was kommt. Natürlich möchte ich mit Ducati weitermachen. Und am liebsten mit meinem Team TECHNOGYM Racing Team powered by Hertrampf. Ich finde das Team super, die machen einen tollen Job!

Danke dir, Dario für das Gespräch. Wir drücken Dir weiterhin ganz fest die Daumen!

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